Gedöns
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Hochzeit und was alles schief gehen kann….

Vor kurzem durfte ich etwas ganz besonderes nähen. Ein Ringkissen. Nicht für mich bzw. uns sondern für die Schwester einer Freundin.

Ich finde es immer etwas ganz besonderes. Drei Ringkissen habe ich bis heute schon gebastelt und genäht. Unser eigenes Ringkissen, zu dem es eine ganz besondere Geschichte gibt. Dazu aber weiter unten mehr. Das Ringkissen meiner Schwester und meines Schwagers durfte ich ebenfalls nähen, was eine große Ehre für mich war. Jetzt folgte Nummer drei.

ringkissen-front_frickeltanteBei diesem Kissen hatte ich lediglich ein Farbvorgabe. Bei dem Rest durfte ich mich gestalterisch austoben. Ideen gab es viele. Material war da, nur meine Stickmaschine hielt mal so gar nichts von der Idee mal wieder sticken zu dürfen.
Der Unterfaden zog sich immer hoch. Erst nach knapp einer Stunde, mit viel Schweiß (was nicht nur an den Temperaturen lag), kurzen Wutanfällen und einer Internetsuche, war es dann einfach nur die Nadel die stumpf war.
Ausgetauscht und los gestickt.

Ich hoffe dem Brautpaar gefällt ihr Ringkissen. Die Bänder für die Ringbefestigung habe ich etwas kürzer gemacht.
Warum? Tja, eigene Erfahrung.

ringkissen-schleife-borte-ringe_frickeltanteWie schon oben geschrieben habe ich unser Ringkissen auch selbst genäht. Die Bänder für die Ringe habe ich sehr lang gelassen. Ich fand es einfach schick.
Am Abend vor der Trauung habe ich unsere Ringe schon auf dem Kissen fest gemacht, damit mein Mann nur noch das Kissen mitbringen musste ohne die Ringe noch zu befestigen.
Er fragte auch noch „Bekommen wir die Ringe einfach so ab? Hast du es ausprobiert?“ Klar dachte ich. Was soll da schon schief gehen.
Ja, was soll ich sagen es ging schief. Beim Ringtausch passierte es dann. Ich hatte meine Ring am Finger und nun war ich an der Reihe, meinem Mann den Ring an den Finger zu stecken und es passierte was passieren musste. Ich zog an der Schlaufe und hatte mit einem mal einen dicken Knoten in meiner Schleife.
Nicht so doll wenn man eh zittert und dann auch noch gemachte Fingernägel hat.
Ich sag es euch ich habe Blut und Wasser geschwitzt. Zwischendurch dachte ich „dann halt ohne Ring“ oder „geht er halt mit Ringkissen am Finger aus der Kirche“. Unsere Pfarrerin sagte nach kurzem Zögern dann ganz cool “ Ich geh dann wohl mal eine Schere holen“. Gesagt, getan. Der Ring wurde befreit und fand doch noch den Platz am Finger meines Mannes.

ringkissen-ringe-kissenfront_frickeltanteDas ist die Geschichte, die immer wieder auf den Tisch kommt, mittlerweile kann ich drüber lachen.
Aber was lernt man aus so einem Erlebnis? Die Bänder nicht zu lang machen und immer eine Schere im Strumpfband haben.

Habt ihr auf eurer Hochzeit, sei es im Standesamt, in der Kirche oder auf der Feier auch was lustiges erlebt, wo Ihr eigentlich lieber im Boden versinken wolltet?

Glück Auf!
Mela

3 Kommentare

  1. Oh je das braucht man in dem Moment ja wirklich nicht. .. bei uns waren es die Blumen….. als wir aufgestanden sind nach der Trauung machte es platsch und alle 10000 Gräser die unten im Strauß waren vielen zu Boden.
    Liebe Grüße laura

  2. Das Kissen ist hübsch geworden.
    Nachher ist es dann immer nett, eine lustige Erinnerung zu haben, auch wenn man in dem Moment darauf verzichten könnte 😉 Ich weiß gar nicht mehr, wie wir die Ringe aufbewahrt haben, allerdings haben wir auch nur standesamtlich geheiratet.
    LG Kirsten

    • Mela sagt

      Ja in dem Moment hätte ich wirklich drauf verzichten können. Heute kann ich drüber lachen und bei jeden Ringkissen das ich Nähe, kommt die Geschichte wieder auf den Tisch.

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