Mama
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Große Nordseeliebe

Neben dem Ruhrgebiet, welches ich wohnungstechnisch noch nie verlassen habe, gibt es in meinem Herzen noch einen weiteren Platz für einen Herzensort. Besser gesagt eine Region. Nämlich Ostfriesland und die Nordseeküste.
Die Nordsee löst in mir eine sofortige Entspannung und Zufriedenheit aus. Im Urlaub an der Küste brauche ich nicht viel. Den Strand, das Meer und eine Sitzgelegenheit. Punkt. So sieht für mich Urlaub aus. Ich muss nicht sonst wo hinfliegen. 3,5 Stunden ins Auto setzen, die A31 hochfahren und zack is Mela im Urlaub.
Der Anblick vom Meer lädt innerhalb von ein paar Minuten meinen Akku auf und lässt alle Sorgen verblassen.
In meiner Schusseligkeit habe ich ein paar, nicht ganz unwichtige Dinge, zu Hause gelassen. Selbst diese Tatsache brachte mich nicht aus der Fassung. Sie löste eher ein lautes Gelächter aus. Nicht nur den Sonnenhut von Madame hatte ich zu Hause gelassen. Meine Regenjacke hat den Weg in den Koffer auch nicht gefunden. Da machste nix.
So hat Madame eine neue Kopfbedeckung und ich eine Regenjacke bekommen. Sonnenhut und Regenjacke sind Dinge, die man in Friesland auf jeden Fall in der Tasche haben sollte. Morgens kann es junge Hunde regnen und nachmittags verbrennt man sich in der Sonne die Nase. Alles schon vorgekommen, nur das ich mir die Ohren und nicht die Nase verbrannt habe.

Für einen Strandbesuch muss die Sonne nicht scheinen. Zumindest für uns nicht. Bei Sonnenschein kann ja jeder zum Strand gehen und Sandburgen bauen. Auch bei Nieselregen und Wind haben wir tiefe Löcher in den Sand am Strand gebuddelt.
Wer sich von Schietwetter die Laune oder gar den Urlaub vermiesen lässt der ist entweder selbst schuld und sollte dahinfahren oder fliegen wo es Sonnengarantie gibt. Ein bisschen Nervenkitzel mit dem Wetter muss man doch auch im Urlaub haben, oder?

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Wenn man es ganz streng nimmt war der Urlaub ein Strandurlaub. Auf Ausflüge hatte Madame nicht so richtig Bock. Was nützen einem die tollsten Ausflüge, wenn nicht alle Spaß daran haben.
An einem Regenmorgen haben wir uns dennoch auf den Weg zu den Seehunden in der Seehund Aufzuchtstation in Norden/Norddeich gemacht. Ich könnte mich dort stundenlang aufhalten und den schwimmenden Gesellen zusehen.
Das sah der kleine Mensch leider ganz anders. Nach genau 15 Minuten wurde der Ausflug kurz und knapp mit den Worten „Ich habe jetzt alle gesehen, wir können jetzt wieder nach Hause fahren“ beendet. Was macht man da? Genau wir sind nach Hause gefahren und haben unser Sandspielzeug mitsamt der Strandmuschel genommen und sind an den Strand gedüst.

Am Tag darauf hat das Wetter nochmal einen draufgelegt. Es schüttete wie aus Eimern, großen Eimern, Speisfässern oder eher Elefanten Badewannen. Wenn selbst Madame keine Lust hat an den Strand zu gehen dann will das schon was heißen.

Wir waren schon sehr oft in Ostfriesland und haben schon fast alles gesehen, was den Reiz an dieser Region aber nicht im Geringsten schmälert. Nur in der Meyer Werft, welche sich in Papenburg befindet, waren wir noch nie. Und Schiffe gucken ist eine meiner liebsten Beschäftigungen im Urlaub, egal ob Krabbenkutter oder Kreuzfahrtschiffe.
Zum Glück konnte ich Karten für die Führung durch die Werft im Voraus bestellen, was ich SEHR empfehle, denn sonst kann es einem passieren, dass die Führungen für die nächsten Stunden ausgebucht sind und man echt lange warten muss. Was bei schlechtem Wetter echt keinen Spaß macht.
Bei strömendem Regen konnten wir Papenburg nichts abgewinnen. Es hat nur für eine Laugenstange und zwei Schoko-Muffins gereicht. Was nicht heißt das die Stadt, welche die selbe Fläche hat wie Paris aber nur 36000 Einwohner, nichts zu bieten hat. Wir hatten nur keinen Nerv die Stadt zu erkunden. Bei allerfeinsten Pledderwetter.

Die Werft ist gigantomanisch groß. Ich neige bei so großen Bauten oder Schiffen dazu mir vor Schieß ein bisschen in den Schlüppi zu machen. Mir flößt sowas immer einen heiden Respekt ein.
Lange rede kurzer Sinn, es war richtig töffte dort. Madame war beeindruckt von den großen Schiffen welche wir in der Werft sehen konnten und auch das drum herum war richtig klasse. Nur das Bauen der Schiffe möchte Madame eher dem Papa überlassen.

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Die Nordsee und ich haben da so ein komisches Ding laufen. Immer wenn wir an das Meer fahren, ist das Meer weg. Ebbe halt. Egal zu welcher Tageszeit wir uns auf den Weg machen. Kein Meer zu sehen. Meine Familie macht sich schon lustig über mich. „Wenn du im Watt spazieren willst, nimm Mela mit. Die kann machen das, dass Meer weg ist“.
Püüühh!! Dafür ist doch im Watt spazieren gehen eine feine Sache. Zwar eine ziemlich matschige und teilweise auch rutschige Angelegenheit aber es macht richtig Spaß und fließend Wasser um den Schlick wieder abzuwaschen gibt es ja zum Glück auch.

Einmal haben wir es geschafft zumindest noch ein bisschen Nordsee zu Gesicht zu bekommen. Ich habe nicht laut ausgesprochen das wir ans Meer wollen und so habe ich das Meer und die Ebbe überlistet. So hat die kleine Dame ihre Füße ins Wasser stecken können. Sie musste zwar erst von Ihrem Glück überzeugt werden aber dann haben wir das Kind nicht mehr rausbekommen.
Und zum Schluss brauchte sie trockene Sachen.

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Wir haben nicht nur eine große Portion Entspannung, viele Fotos und eine neue Regenjacke für mich mitgebracht. Nö. Auch eine Menge Nordseestrand hat sich in unserer Wäsche in den Pott geschmuggelt.
Sollte ich bzw. wir es irgendwann mal im Kopp bekommen und dem Pott den Rücken kehren, dann auf jeden Fall in Richtung Nordsee.

Ahoi!

2 Kommentare

  1. Wenn ich das nächste Mal bewusst Wattwandern will nehme ich dich also mit! Hab ich driekt vermerkt, ich mag das nämlich sehr. Und jemand der das Wasser wegzaubert ist in dem Fall dann echt praktisch *lach* Nach deinem Bericht will ich auch wieder an die Nordsee, September ist schon zu lange her ;o)

    LiebeGrüße, Carmen

    • Mela sagt

      Hey Carmen,
      Ich sollte mal über einen Geschäftszweig nachdenken, „Rent a Mela“. Ich kann machen das die Nordsee verschwindet 😉
      Wir sind seit 1.5 Wochen wieder hier und ich könnte jetzt wieder fahren.

      LG Mela

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