Ruhrpott
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Gemeinschafts Garten hinter der Kirche

Ich bin ja bekanntlich nicht dafür neue Menschen kennen zu lernen. Des Weiteren ist mein Daumen auch nicht grün, sondern eher dunkel braun.
Wenn ich plane Pflanzen zu kaufen fangen diese an zu weinen und verwelken freiwillig bevor ich sie kaufe und mit nach Hause nehmen kann.
Und weil das nicht schon genug Macken sind habe ich noch eine weitere auf Lager. Dreckig mache ich mich auch nicht gerne.
Genau die richtige Voraussetzung sich einem Gemeinschaftsgarten anzuschließen.

Doch für die kleine Dame habe ich mich mutig den Herausforderungen gestellt. Uns ist wichtig, dass Sie weiß woher Obst und Gemüse kommen. Vom Aussäen, Gießen bis zum Ernten soll sie alles mitmachen können.
In den Supermarkt juckeln, einpacken, bezahlen und nach Hause tragen kann ja jeder. Und der Lerneffekt dabei ist gleich Null.

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Lange rede kurzer Sinn. Irgendwann im Frühling ging es dann auch raus in den Gemeinschaftsgarten hinter der Kirche. Ja genau hinter der Kirche. Denn der Gemeinschaftsgarten ist ein Projekt der Kirchengemeinde in Essen-Steele. Zwar gehören Madame und Ich auf dem Papier in eine andere Gemeinde aber ich bin in dieser Gemeinde aufgewachsen. Habe dort geheiratet und unser Kind taufen lassen. Also meine Herzensgemeinde.
Schon letztes Jahr wurde hinter der Kirche geackert, gesät und geerntet. An mir ist das Projekt völlig vorbeigegangen, den sozialen Netzwerken sei Dank bin ich in diesem Jahr auf den Garten aufmerksam geworden.
Wir „begärtnern“ ein großes Feld zusammen in der Gemeinschaft. Jeder der Mitmacht darf am Ende auch etwas von der Ernte mit nach Hause nehmen.

Bevor es jedoch ans Buddeln und Säen ging mussten einige Obst und Gemüsesorten zu Hause vorgezogen werden. Da fing das Problem mit dem nicht vorhandenen grünen Daumen schon an. Vorsorgliche habe ich mein nicht vorhandenes Talent verschwiegen. Man muss ja nicht gleich mit der Tür ins Hause fallen.

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Madame hat sich für Tomaten entschieden, denn die stehen bei Ihr ganz hoch im Kurs. Den Rotkohl wollte ich eine Chance geben oder er mir. Wie auch immer. Leider hatte Madame eine andere Vorstellung von den Tomaten und dem Rotkohl, welcher in den nächsten Wochen bei uns wachsen sollte. Sie ist von fertigen Tomaten ausgegangen und wollte diese schon auf dem Weg nach Hause essen. Leider musste ich sie da enttäuschen. Woher soll sie auch wissen, dass es einige Zeit dauert bist die Tomaten am Strauch hängen und man diese Ernten kann. Zum Glück ließ sie sich für das Säen schnell begeistern und ich hatte tatkräftige Unterstützung, die aber einen anderen Plan verfolgte als ich.
Mein Plan war die Tomaten sowie den Rotkohl in unsere Schalen auszusäen ohne ein großes Chaos zu veranstalten.
Am Ende waren Tomaten und Rotkohl in kleinen Töpfen ausgesät jedoch hatte auch die Küche, Tisch und Stühle sowie die Hände von der kleinen Dame etwas von der Erde abbekommen. Überall fanden sich Abdrücke von Kinderfingern wieder.

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Zum ersten „richtigen“ gärtnern war natürlich meine kleine Gärtnerin auch mit von der Partie. Sie hat im Gegensatz zu ihrer Mutter kein Problem mit schmutzigen Händen oder Klamotten und war mit Eifer dabei. Das Unkraut, der Knöterich und die Beete waren vor Ihr nicht sicher. Auch der ein oder andere Regenwurm der vorbei schaute wurde inspiziert. Es hat richtig Spaß gemacht der kleinen Dame dabei zu zusehen wie sie den Garten auf Ihre Art und Weise für sich entdeckte.
Je dreckiger umso besser, lautet das Motto von der kleinen.
Nebenbei sei erwähnt das Knöterich ein richtiger fieser Möpp mit viele dicken Wurzeln ist, welche sich nicht so einfach ausbuddeln lassen.

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Auch die Damen und der Herr von Steele TV waren mit von der Partie. Sie haben uns beim Buddeln in gefilmt. Wir sind quasi Berühmtheiten, zumindest in Steele.
Zu meinem Erstaunen konnte ich feststellen, dass schmutzig machen nicht schlimm ist. Okay ich war nach dem Buddeln die erste in der Dusche.

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Dinge welche ich gelernt habe!?
Knöterich ist ein richtig fieser geselle mit tiefen Wurzeln.
Dreckig machen, kann richtig Spaß machen, wenn man danach duschen gehen kann.
Und das wichtigste was ich gelernt habe. Neue Menschen kennenlernen tut nicht weh und diese „neuen“ Menschen können einen bereichern und man kann von Ihnen was lernen.

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Hier auf dem Blog wird es hin und wieder einen Bericht und vor allem Fotos über unsere Gartenerlebnisse geben. Denn mittlerweile sieht es im Garten nicht mehr so aus wie auf diesen Bildern hier. Denn wenn ich ehrlich bin war ich bzw. wir am Anfang Feuer und Flamme, nur zurzeit schaffen wir es nicht in den Garten zu gehen.
Wenn sich jemand aus Essen und Umgebung angesprochen fühlt kann dieser/ diese sich gern bei mir oder direkt bei der Kirchengemeinde melden. Neue Mitgärtner sind immer HERZLICH WILLKOMMEN.

Danke an „meine“ Gartenmenschen und auf eine hoffentlich reiche Ernte.

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